Großplakate gegen Monsanto-Übernahme am Bayer-Firmensitz

Da wird Bayer-Boss Werner Baumann große Augen machen: Der Weg zur Konzern-Zentrale in Leverkusen ist in dieser und der kommenden Woche von zahlreichen Groß-Plakaten gegen die geplante Monsanto-Übernahme gesäumt. Wir erklären, was es damit auf sich hat – und wie Bayer darauf reagiert.

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Großplakate gegen Monsanto-Übernahme

Der Bayer-Konzern will den Monsanto-Konzern für 62 Milliarden Euro übernehmen – und so zu einem der größten Anbieter von Agrarprodukten werden. Wenn der Deal gelingt entstünde ein Megakonzern, der fast alles kontrolliert, was wir essen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft mit Glyphosat, Gentechnik und Biopatenten würde weiter vorangetrieben – zulasten unserer Gesundheit und einer sauberen Umwelt.

Um den Deal zu stoppen, haben mehr mehr als 220.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet. Jetzt geht es darum, den Konzernoberen klar zu machen, wie groß die Ablehnung der Monsanto-Übernahme in der Bevölkerung ist. Deshalb haben wir diese und kommende Woche Großplakate in Leverkusen aufgehängt – rund um den Konzernsitz. Egal ob Vorstand, leitende Angestellte oder Werksarbeiter/innen: Sie alle lesen auf dem täglichen Weg zur Arbeit, dass mehr als 220.000 Menschen Nein zur Monsanto-Übernahme sagen. Das dürfte den Gegnern der Übernahme im Bayer-Konzern Aufwind verschaffen.

Wie Bayer reagiert

Die Regionalpresse hat bereits über die Großplakate berichtet. Und Bayer sah sich zu einem Kommentar gezwungen:

Jeder darf seine eigene Meinung haben. Unsere ist sehr klar: Wir fühlen uns verpflichtet gegenüber den acht Milliarden Menschen, die ernährt werden wollen (Bayer-Sprecher in der Rheinischen Post, 30. Juni 2016)

Bayer möchte Monsanto also übernehmen, um die Welternährung mit Glyphosat, Gentechnik und Biopatenten zu sichern. Das ist keine nachhaltige Strategie: Denn die industrialisierte Landwirtschaft laugt die Böden aus und zerstört die Artenvielfalt – genau damit werden die Grundlagen zur Ernährung der Weltbevölkerung untergraben.

Als nächstes wollen wir unseren Appell samt Unterschriften persönlich an Bayer-Chef Baumann übergeben. Denn der hatte im Handelsblatt angekündigt, dass er mit Kritikern der Monsanto-Übernahme aus der Zivilgesellschaft reden möchte. Wir haben sogleich um einen Gesprächstermin gebeten – bisher aber keine positive Antwort bekommen.

Die Übernahme wackelt

Derweil wackelt die Monsanto-Übernahme gewaltig. Zum einen will Monsanto einen deutlich höheren Kaufpreis herausschlagen – und der könnte für Bayer schlicht zu hoch werden. Zum anderen will jetzt auch noch die EU-Kommission prüfen, ob die Übernahme gegen Wettbewerbsrecht verstößt. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat angekündigt, die Auswirkungen der Übernahme auf “Preise, die Vielfalt der verfügbaren Saatgutprodukte sowie auf Forschung und Innovation” zu untersuchen. Das ist nicht zu unterschätzen – Vestager hat die Macht, die Übernahme zu untersagen.

Es läuft nicht gut für “Baysanto”, den geplanten Megakonzern aus Bayer und Monsanto

Wir bleiben dran, bis die Übernahme abgesagt ist. Hilf mit:

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