kinderwagen

Pokémon jagende Eltern aufgepasst…

… Hier der Ideale Kinderwagen!

Der Moxi Kinderwagen von dem Unternehmen 4moms löst das Problem des 21. Jahrhunderts, nämlich das Handy aufzuladen, mit einfachen Generatoren in den Hinterrädern. Dadurch können frischgebackene Eltern so viele Fotos schießen und solange auf Pokémon Jagd gehen, wie sie wollen.

Frisch gebackene Eltern machen immer sehr viel Bilder von ihrem kleinen Fratz. Geht man nur mal auf die richtigen Facebook- oder Instagramseiten, wird man schon mit einer Flut an Babybildern überschüttet. Mit all den Bildern des Kleinkinds und den Selfies der Eltern, kann da schnell mal der Handyakku drunter leiden. Das Unternehmen 4moms hat für dieses Problem den Moxi Kinderwagen vorgestellt, der ziemlich coole stromerzeugende Technik verbaut hat.

n den Hinterrädern des Moxi Kinderwagens sind Generatoren verbaut, die beim Bewegen Strom erzeugen und diesen an einen USB-Port im Griff schicken. Von dort aus kann einfach ein Ladekabel angeschlossen und das Smartphone aufgeladen werden. Die Generatoren produzieren auch ausreichend Energie, um die Scheinwerfer und Rückleuchten am Kinderwagen zum Leuchten zu bringen. Dieses Feature ist besonders gut, wenn man abends oder nachts unterwegs ist.

Der Kinderwagen könnte auch genau das Richtige für die Eltern sein, die auf einer kleinen Babytour Pokémon Go spielen wollen. Ein kleiner Spaziergang um den Block, hilft nicht nur das Kind zum Schlafen zu bringen, man fängt vielleicht nebenbei noch ein tolles Pokémon. Kinder können bei einem Spaziergang mit dem Blick nach vorne oder zu den Eltern hin liegen. Außerdem gibt es einen Ablagebereich für Schlüssel, Geldbörse und Wickeltasche.

Mit der dazugehörigen App von 4moms kann man Smartphone und Kinderwagen miteinander verbinden. So kann man sich alle vergangenen Strecken ansehen, Einstellungen am Moxi vornehmen und einen guten Überblick über die verbrannten Kalorien gewinnen.

Am höhenverstellbaren Griff befindet sich ein kleines LCD-Display auf dem der Akkuladestand des Handys, die Zeit, die Temperatur und die zurückgelegte Strecke angezeigt werden. Moxi soll im Oktober für 700 Dollar in den USA an den Start gehen. Für das viele Geld lässt sich der Kinderwagen nicht einmal zusammenfalten, wie manch andere auf dem Markt. Allerdings ist er kompatibel mit dem smarten Autositz von 4moms, der im September erhältlich ist. Hoffen wir mal, dass der Hype um Pokémon Go im Herbst nicht schon wieder abgeebbt ist, den eigentlich finde ich dieses Feature ziemlich witzig.

Quelle: mobilegeeks.de

Leistungsstarke Seitenkanalverdichter zu günstigen Preisen

Onlineshop setzt Akzente bei Seitenkanalverdichtern

www.skv-tec.de – Seitenkanalverdichter gehören nicht nur zu den unentbehrlichen Hilfsmitteln von Sanitärbetrieben sondern auch von vielen Produktionsbetrieben. So können sie zum Beispiel bei der Sanierung von Wasserschäden mit dem Ziel eingesetzt werden, eine bestimmte Schicht wie beispielsweise eine Dämmschicht von Feuchtigkeit zu befreien. Im Maschinen- und Anlagenbau können Seitenkanalverdichter überall eingesetzt werden, wo Luft oder sonstige Gase verdichtet oder abgesaugt werden sollen. Letztendlich sind Seitenkanalverdichter (Synonyme: Ringverdichter, Seitenkanalpumpe, Vakuumverdichter) für alle Anwendungen geeignet, bei denen mehr Druck bzw. Unterdruck benötigt wird, als herkömmliche Ventilatoren in der Lage sind, diesen zu erzeugen. Allerdings haben Seitenkanalverdichter ihren Preis. Zwar amortisieren sie sich durch ihren Einsatz schnell, indem größere Schäden abgewandt werden oder ein Produktionsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, aber ihr hohe Preis schreckt trotzdem vielfach von einer Anschaffung ab. Dass es aber möglich ist, hochwertige Seitenkanalverdichter günstig anzubieten, beweist die SKV-tec GmbH mit ihrem Onlineshop skv-tec.de.

High Tech Maschinen

www.skv-tec.deDas „Geheimnis“ des günstigen Preises resultiert daraus, dass auf einen aufwändigen Außendienst verzichtet wird. Dennoch braucht kein Kunde auf eine gute und intensive Beratung zu verzichten, denn eine solche erfolgt kompetent und zielgerichtet über Telefon oder E-Mail. Die durch den Verzicht auf einen Außendienst eingesparten Kosten werden komplett an die Kunden weiter gegeben. Hinzu kommt auch eine „schlanke“ Produktion. Das heißt, das die Produktion der SKV-tec GmbH  teilweise mittels „High Tech Maschinen“ voll automatisiert ist, was wiederum zu günstigen Produktionskosten führt. Angeboten wird über den Onlineshop das gesamte Produktportfolio des Unternehmens. Dazu gehören verschieden Ausführungen an Seitenkanalverdichtern, Drehschieber-Vakuumpumpen und Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen sowie div. Zubehör und Ersatzteile. Dabei hat das Unternehmen ständig über 1.000 Seitenkanalverdichter, Flüssigkeitsringpumpen und Drehschieberpumpen der unterschiedlichen Größen auf Lager und kann dadurch kurzfristig liefern.

Faire Verkaufspolitik

Für manche Kunden sind sicherlich nicht nur die günstigen Preise interessant, sondern auch die ausgesprochen faire Verkaufspolitik des Unternehmens. Ein Beispiel hierfür findet sich darin, dass bei kleinen Stückzahlen auf „Phantasiepreise“ verzichtet wird, ein Indiz dafür, dass dem Unternehmen jeder Kunde partnerschaftlich behandelt wird.

Die beliebtesten Sexspielzeuge

Diese Sextoys nehmen die Deutschen mit ins Bett

Und, womit spielen Sie so? Laut einer aktuellen Umfrage nehmen nämlich stolze 40 Prozent der Deutschen regelmäßig schlüpfriges Spielzeug mit ins Bett.

Das belegt eine Studie, die „mein-kondom.de“ in Auftrag gab. Demnach nutzen die meisten der Befragten den Vibrator, gefolgt vom klassischen Dildo und dem Penisring.

Regional gesehen sind die deutschen Sextoys-Hotspots übrigens Bremen und Rheinland-Pfalz, dort wird am exzessivsten gespielt …

Eine Frage des Alters

Generell gilt: Je älter die Befragten, desto klassischer der Sex. Während bei den 18- bis 30-Jährigen rund 46 Prozent Sextoys nutzen, sind es bei den über 46-Jährigen nur 26,8 Prozent. Wenn die Nutzergruppe 46+ zum Spielzeug greift, dann am liebsten zum Vibrator (11,6 Prozent) und zum Penisring (vier Prozent).

Der Vibrator steht ebenso bei knapp einem Viertel der Jüngeren hoch im Kurs, gefolgt von Partnertoys mit 4,2 Prozent. Rund ein Viertel der befragten Frauen kann sich ein Sex-Leben ohne ihren Vibrator nicht mehr vorstellen, aber auch zehn Prozent der Männer nutzen das Spielzeug gern.

Einen Dildo bevorzugen 5,6 Prozent der weiblichen und 3,6 Prozent der männlichen Teilnehmer. Der drittplatzierte Penisring kommt bei knapp sechs Prozent der Männer an. Bei den Frauen hat er dagegen kaum Chancen (1,5 Prozent).

Sextoys speziell für Männer

Während es für viele Frauen völlig normal ist, auf ihrem Nachttisch einen Vibrator oder Dildo griffbereit zu bunkern, kommen auch immer mehr Männer auf den Geschmack.

Gut, dass es mittlerweile schon eine große Auswahl an Männer-Toys gibt …

★ Penisring: Penisringe sind nicht nur von Vorteil für den Mann, denn zusätzliche Vibrationsmotoren lassen Sie zum Partnertoy werden. Somit können Sie beim Geschlechtsverkehr nicht nur für eine längere und bessere Erektion des Mannes sorgen, sondern auch die Frau klitoral mit Vibrationen verwöhnen.

★ Prostatastimulatoren: Der Prostatabereich ist für Männer eine hoch erogene Zone, er wird auch als männlicher G-Punkt bezeichnet. Prostatastimulatoren ermöglichen diesen Punkt anal als auch am Damm zu stimulieren und können den Mann sogar ohne Berührung des Penis zum Orgasmus führen.

★ Masturbator: Sozusagen das Pendant zum Vibrator. Masturbatoren ermöglichen Männern noch mehr Spaß und aufregendere Stimulation als ohne Hilfsmittel. Das Gefühl des Geschlechtsverkehrs wird durch verschiedenste Produkte so realitätsgetreu als möglich imitiert.

★ Analplug: Hierbei handelt es sich um eine Art Dildo, der in den Anus eingeführt wird und durch die spezielle Form dort bleiben kann. Analplugs dienen sowohl zur Vorbereitung auf Analverkehr als auch der sexuellen Stimulation.

Quelle: bild.de

Absurd: Behörde will Patent auf Lachs erteilen

Das Europäische Patentamt will in den nächsten Tagen ein Patent auf Lachse erteilen. Nachdem schon Tomate, Brokkoli und Paprika von dem Amt patentiert wurden, wird auch vor Tieren nicht mehr halt gemacht. Drei Gründe, warum dieses Patent illegal ist – und wie Du es verhindern kannst.

Absurd: Patent auf Lachse. Grafik: Sascha Collet/Campact

Die Erteilung des Patents EP1965658, in dem Fischfutter, die Haltung von Lachsen, die Lachse sowie das von ihnen stammende Fischöl als Erfindung beansprucht werden steht kurz bevor. So geht es aus einem Schreiben an die australischen Antragsteller hervor. Die angebliche Erfindung besteht darin, dass spezielles Futter an die Fische verabreicht wird. Lebensmittel, die von diesen Lachsen stammen, sollen einen erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweisen und gelten als sehr gesund.

Die Idee hinter diesem Patent ist nicht neu: Es ist bekannt, dass beispielsweise die Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten werden und dort grasen, einen höheren Gehalt an derartigen Fettsäuren aufweist. Wird dann also auch bald Weidehaltung für Tiere von Großkonzernen patentiert?

3 Gründe, warum das Lachs-Patent nicht erteilt werden darf

Soweit so absurd. Unser Bündnispartner von No Patent on Seeds haben sich den Patentantrag näher angeschaut und festgestellt, warum das Patent nicht erteilt werden darf:

  1. Das Patent ist nicht erfinderisch. Es ist bekannt, dass beispielsweise die Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten werden, einen höheren Gehalt an diesen Fettsäuren aufweisen. Werden derartige Patente erteilt, können demnächst auch Kühe und Schweine, die auf der Weide gehalten werden, als Erfindung der Industrie patentiert werden.
  2. Das Patent verstößt gegen Artikel 53b des EPÜ, der Patente auf Tierarten sowie die konventionelle Züchtung von Tieren verbietet. Demnach dürfen Tierarten wie Lachse nicht patentiert werden. Auch die Futtermittel aus konventionelle Züchtung sind nicht patentierbar.
  3. Das Patent widerspricht auch Artikel 53a des EPÜ, das Patente verbietet, die gegen grundlegende ethische Werte verstoßen. Werden Nutztiere patentiert, ist zu befürchten, dass der Tierschutz unter den Profitinteressen der Konzerne leidet, die innerhalb der Laufzeit der Patente maximalen Gewinn mit den Tieren machen wollen.

Patente auf Tiere? Kein Sonderfall

Ein Blick in die Akten des Europäischen Patentamts zeigt: immer wieder werden Patente auf Tiere erteilt. Das Amt hat schon schon mehr als 1000 Patente auf gentechnisch veränderte Labortiere erteilt, aber auch konventionell gezüchtete Nutztiere wurden bereits patentiert. Monsanto bekam 2008 ein Patentantrag auf Schweinezucht bewilligt (EP1651777). Und der Agrochemie-Konzern ging sogar noch weiter und versuchte auch Wurst und Schinken von den Tieren zu patentieren, sowie Rinder und Fische als seine Erfindung zu deklarieren. Und schon 2007 gab es ein Verfahren auf die Zucht von Milchkühen (EP1330552), zuletzt 2015 ein Patent auf Austern (EP2184975). Gegen fast alle dieser Patente wurde Beschwerde eingelegt und sie wurden nach juristischen Einsprüchen widerrufen.

Patente auf Leben müssen endlich ein Ende haben

Immer wieder vergibt die Europäische Patentbehörde (EPA), die eigentlich verbotenen Patente auf Pflanzen, Tiere und Saatgut. Das Amt lebt von den horrenden Patentantragsgebühren der Konzerne und hat so natürlich ein Interesse an der schnellen und vielfältigen Vergabe von Patenten. Doch es gibt Hoffnung: Durch unsere Kampagne und Bündnispartner in vielen europäischen Ländern, werden immer mehr Regierungen gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung aktiv. Die EU-Kommission bereitet eine Stellungnahme vor. Dabei sollen die bestehenden Verbote im europäischen Patentrecht wieder in Kraft gesetzt werden. Doch noch ist ein endgültiges Aus für Patente auf Leben nicht erreicht. Die Stimmen der Industrie sind laut und das Interesse an Profit zu Lasten des Allgemeinwohls groß.

Bitte hilf auch Du mit, Patente auf Leben endlich zu stoppen und unterzeichne unsere Petition: 

PS: Du willst gegen das Patent auf Lachs aktiv werden?

Unsere Partner von der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ haben eine tolle Aktion vorbereitet: Sie rufen zu einer Massenbriefaktion gegen das Lachs-Patent an das Europäische Patentamt auf. Je mehr Menschen mit machen, umso größer der Druck auf die Behörde das Patent gar nicht erst zu erteilen. Wird das Patent trotzdem erteilt, ist seitens der Koalition ein Einspruch geplant. Wir halten euch darüber auf dem Laufenden.

Möbeltrends 2016

Wohn- und Möbeltrends 2016

Die aktuellen Wohntrends versprechen mehr Gemütlichkeit. An den Wänden darf es aber auch funkeln und glitzern. Dafür hält sich die Einrichtung farblich generell eher bedeckt. Die neuesten Einrichtungstrends sind also wie jedes Jahr vielfältig und überraschend. Ein Überblick.

Flauschige Kissen, warme Farben, sanfte Materialien und Formen sind schon seit ein paar Saisons der Zug, auf den immer mehr Einrichtungsfirmen aufspringen. Und auch 2016 ist eines der beherrschenden Schlagworte Gemütlichkeit, wahlweise sogar „die deutsche Gemütlichkeit“. Das heißt im Grunde: „Wir sind ganz weg von kühlen, zurückhaltenden Sachen“, erklärt Ursula Geismann, Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Tapeten sehen wie Bücherregale aus

Ganz feine Knitterfalten, reliefartige Strukturen oder Aufsätze mit Perlen und Ornamenten zieren aktuell viele neue Tapetenkollektionen. Darauf weist das Deutsche Tapeten-Institut in Düsseldorf hin.

Einerseits vermitteln die Wandbilder so den Eindruck alter Handwerkskunst, andererseits werden neueste Produktionsmöglichkeiten genutzt, um die 3D-Optiken zu produzieren. Ein weiterer Trend ist das Spiel mit der optischen Täuschung: So werden Bilder ganzer Bücherreihen an die Wand geklebt, auch Apothekerschränke oder Holzvertäfelungen werden so nachgebildet.

Das Thema Fliesenmuster auf der Tapete gehört für Kartsne Brandt, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts, aber noch in eine zweite Neuheitengruppe bei den Wandbelägen: Er nennt sie „Storytelling“, das Geschichtenerzählen. Eigentlich versteckt sich hinter dem Begriff eine Methode des Erzählens, mit der man mit Hilfe einer Metapher oder eines Symbols einen Inhalt transportiert.

Das geht auch mit Bildern an der Wand: Die Kacheln vermitteln das Gefühl einer gemütlichen Wohnküche, Stahlträger den Schick einer Industriehalle, und britische Telefonzellen auf der Tapete geben dem Raum englisches Lebensgefühl.

Es funkelt und glänzt so schön

Weiterhin setzen viele Tapetendesigner auf Beläge mit Struktur. „Technisch ist das jetzt einfach möglich, daher werden die Strukturen auch immer aufwendiger“, erläutert Brandt. So zieren zum Beispiel Perlen Wandbeläge. Und weiterhin angesagt sind Motive in Metallfarben, vor allem warmes Kupfer und Bronze. Dazu gehört auch alles, was sonst irgendwie funkeln und glänzen kann. Das hat für den Tapetenexperten einen besonderen gestalterischen Reiz: „Wo eine Lampe auf die Tapete fällt, leuchtet sie“, und das verändere nur für diese gewisse Zeiten die Wirkung des Raumes.

Möbel bekommen eine Geschichte

Daneben wird wieder mehr Wert auf Dekorationen im Raum gelegt – Purismus ist definitiv out. So wird der Käufer laut den Experten auch diese nicht unbekannte Designidee noch häufiger im Handel finden: Möbel und Wohnaccessoires mit einer Geschichte. Es reicht schon, wenn ihr Besitzer sagen kann, dieser Bilderrahmen besteht aus alten Schiffsplanken aus Indonesien. Oder dieser Tisch entstand aus altem Bauholz – mitsamt sichtbaren Gebrauchsspuren.

Einrichtung wird luftiger und leichter

Parallel zur Gemütlichkeit werden Möbel immer kleiner und wirken auch luftiger und leichter. „Wir sind weg von den voluminösen Maßen der 2000er Jahre. Damals waren Sofas so groß wie ganze Wohnlandschaften“, sagt Trendexpertin Geismann.

Möbel werden intelligenter

Daneben spielt die Einbindung von Kommunikationsgeräten eine immer stärkere Rolle. Kommoden bekommen eine integrierte Dockingstation zum Aufladen, Sideboards integrieren unauffälliger einen Fernseher, und Spiegel fürs Bad kommen mit TV-Flächen.

Retro war sowieso nie aus der Mode

Schon seit ein paar Saisons bringen Möbelunternehmen alte Klassiker wieder auf den Markt. Manchmal werden diese Re-Editionen auch ein wenig den modernen Zeiten angepasst. Das müssen aber nicht mal wirklich alte Klassiker sein. Die Hersteller bedienen sich auch schon an Möbeln aus den 1990er-Jahren. Sofas aus dieser Zeit werden neu aufgelegt mit an die heutigen Bedürfnisse angepassten Proportionen von Sitz und Rückenlehne.

Oder es werden Möbel im Stil des Altbekannten nachgebaut – nach einem kurzen Ausflug in die 60er und 70er Jahre sehen Trendexperten nun die 50er mit Cocktailsessel und grafischen Mustern verstärkt im Kommen. Dabei dürfen sich Möbel und Einrichtungsaccessoires dieser Jahrzehnte in der Wohnung ruhig vermischen.

Farbtöne werden bei der Einrichtung zurückhaltender

Die Farbgestaltung wird in diesem Jahr insgesamt aber zurückhaltender. 2015 knallten viele Einrichtungsfarben noch richtig. Reine, ungetrübte Töne, die sehr kräftig sind, waren gefragt. Aber für Farbexperte Prof. Axel Venn ist diese Zeit aus einfachen Gründen vorbei: „Ein Knallorange ist eigentlich unerträglich. Man ist daher auch froh, wenn es endlich weg ist.“ Seine Trendtöne 2016 sind helle und getrübte Sorbettöne. Daneben verwendet die Einrichtungsbranche in der mittleren Farbebene vermehrt gerne mitteldunkle, kräftige Blautöne wie Lapislazuli, Preußisch-Blau oder das rotgetönte Aubergine-Blau.

Für Einrichtungsexperten darf aber der eine oder andere Farbtupfer bleiben – als kleiner Hingucker im Raum. Für die Trendexpertin Gabriela Kaiser sind das vor einem Grundrauschen aus vielen Neutraltönen wie Beige bis Grau, Honigtöne und Terrakotta die Signalfarben Rot oder Blau. Wie sieht das aus? „Im sonst dezent farbigen Zimmer steht eine einzige blaue Vase oder ein roter Sessel. “

Der Wandel der Farben hat etwas mit einem Wandel der Wertigkeit zu tun, findet Prof. Venn. Möbel und Wohnaccessoires in getrübten Tönen sehen im Gegensatz zu Knallfarben hochwertiger und teurer aus. Wer also diesen Eindruck von seinem Besitz vermitteln oder gar in Produkte investieren will, die ein langes Leben haben sollen, greife eher zu getrübten Farben. Venn spricht hier von einem „sanften Konventionalismus, der sich durchsetzen wird“. „Das sind Töne mit Gehalt“, sagt der Wissenschaftler. Besonders die Jüngeren ziehe das an. „Das sind Farben, die man vererben kann. Orange vererbt man nicht.“

Aber die Tendenz in eine grundsätzlich etwas dezentere Richtung heißt nicht, dass die Farbpalette schrumpft: Eine Vielzahl an Tönen und Nuancen steht grundsätzlich zu Auswahl. Die Hersteller setzen immer mehr darauf, dass jeder den Farbton für sein Produkt wählen kann, der ihm am meisten liegt.

Quelle: zuhause.de

Traumhafte Hochzeitskarten für Traumhochzeiten

Online Druckportal ist auf Hochzeitskarten spezialisiert

www.dankeskarte.com – Der Traumpartner hat um die Hand angehalten und die Traumpartnerin mit einem glücklichen „Ja“ geantwortet. Spätestens in diesem Augenblick hängt der Himmel voller Geigen. Bevor aber der Hochzeitstag zu einem der schönsten Tage im Leben eines Paares wird, gibt es noch eine Menge Vorbereitungen zu treffen. Auch diese Tage oder Wochen sind eine wunderschöne Zeit, denn man hat das Ziel vor Augen, dass das Fest nicht nur für das Hochzeitspaar sondern auch für die Gäste zu einem unvergesslichen Erlebnis werden soll. Und dieses wunderschöne Erlebnis sollte durch kleine Erinnerungsstücke begleitet werden. Erinnerungsstücke ganz besonderer Art sind liebevoll gestaltete Karten wie Hochzeitseinladungskarten, Tischkarten, Menükarten und Danksagungskarten. Wenn diese dazu noch individuell erstellt sind, ein besonderes Design und eine außergewöhnliche Haptik vorweisen, kann man sicher sein, dass sie nach der Hochzeit nicht untergehen, sondern einen Ehrenplatz in der Vitrine, im Sideboard oder in einem Album erhalten. Aber wo und wie diese erstellen lassen? Sicherlich denkt hier so mancher daran, die Karten mit einem Home-Drucker selbst zu erstellen. Allerdings ist das Ergebnis meistens enttäuschend. Auch bei den meisten Onlineshops, über die man Hochzeitskarten etc. erstellen lassen kann, entsprechen die Qualität und die Haptik nicht dem, was zu Rahmen eines so besonderen Tages wie eine Hochzeit gehört. Wenn man seine Gästen – und damit natürlich auch sich selbst – ganz besondere Karten bieten will, sollte man sich für ein FineArt-Druckverfahren entscheiden. Das Ergebnis dieses Verfahren, das gerne von Künstlern und Fotografen eingesetzt wird, ist durch eine Qualität gekennzeichnet, die auch der exklusivsten Hochzeitsfeier gerecht wird. Angeboten wird dieses Verfahren allerdings nur bei wenigen Online-Druckereien. Zu diesen absoluten Ausnahmen gehört das Online Druckportal dankeskarte.com.

Riesige Auswahl

www.dankeskarte.comErhältlich sind bei dankeskarte.com alle Karten, die für eine Hochzeit benötigt werden. Hierzu zählen neben Hochzeitseinladungen u. a. auch  Hochzeitskarten, Antwortpostkarten und Danksagungskarten. Selbstverständlich dürfen auch Tischkarten, Menükarten und selbst Weinetikette nicht fehlen. Bei allen Karten, zu denen auch Lasercuts und Holzkarten gehören, ist die Auswahl an Formaten und Designs so groß, dass wohl jeder das Passende finden wird. Hierzu trägt auch bei, dass es sich bei dem Grafiker-Team der Online-Druckerei um innovative Spezialisten handelt, die auf eine perfekte Art Trends mit klassisch-konventionellen verbinden. Als Ergebnis können viele hundert Designtemplates direkt am Browser gestaltet und in Druck geschickt werden. Abgerundet wird das große Angebotssortiment u. a. durch Kuverts, Cake-Topper, Leinwanddrucke, Gastgeschenkverpackungen, transparente Banderolen und Hüllen sowie Einlegeblätter. Mit den gleichermaßen elegant-schönen Geburts- und Babykarten, Einladungskarten zur Taufe und Kindergeburtstagen sowie Einladungskarten für runde Geburtstage von Erwachsenen trägt das Online Druckportal dankeskarte.com dem Rechnung, dass es außer dem Hochzeitstag noch weitere schöne Ereignisse im Leben einer Familie gibt.

Musterbestellungen möglich

Selbstverständlich kann man sich vorab von der Druckqualität und den brillanten Farben der verschiedenen Karten überzeugen. So kann man zum Beispiel von jeder Karte auch ein einzelnes Muster bestellen, die schon mit eigenen Bildern und Texten versehen sind. Auch kann man vorab ein ganzes Musterkarten-Set bestellen. In diesem sind dann Beispielkarten enthalten, bei denen jeweils dasselbe Motiv auf allen zur Auswahl stehenden Papieren gedruckt wurde. So kann man nicht nur alle Papiersorten vergleichen, sondern gewinnt auch einen Eindruck  von der Farbbrillanz und der Detailschärfe der Drucke.

Aktien kaufen

Blog-Bericht sorgt für Übernahmefantasie bei Wirecard

Die Wirecard-Aktie ist erneut Spielball von Spekulanten geworden: Am Mittwoch sorgte ein Finanzblog namens „Betaville“ für Übernahmefantasie und einen Kursanstieg der Anteilsscheine um zeitweise mehr als 8 Prozent.

Zuletzt betrug das Plus noch rund 5,7 Prozent.

Dem Blog-Eintrag zufolge spricht ein chinesisches Unternehmen mit dem deutschen Zahlungsabwickler über eine teilweise oder komplette Übernahme. Das Blog nannte als möglichen Interessenten den weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile. Marktexperten zweifelten jedoch an dem Wahrheitsgehalt des „Betaville“-Berichts.

Laut „Betaville“ wollen die Chinesen mindestens 25 Prozent und 53 bis 55 Euro je Aktie zahlen. Zuletzt kostete ein Wirecard-Papier knapp 41 Euro. Eine Sprecherin von Wirecard wollte den Blog-Eintrag auf Nachfrage nicht kommentieren. China Mobile war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Branchenexperte Mirko Maier von der Landesbank Baden-Würtemberg (LBBW) sagte, er „gebe nicht viel auf den Bericht“, nachdem Wirecard erst im Frühjahr Ziel von Anschuldigungen des selbsternannten Analysehauses Zatarra geworden war und die Aktie daraufhin kräftig einbrach. Möglicherweise solle nun der Aktienkurs in die andere Richtung gelenkt werden. Leider sei Wirecard oft im Visier von Spekulanten – „und das könnte auch noch eine Weile so bleiben“.

Die Wirecard-Aktie hatte nach den Vorwürfen um seine Geschäftspraktiken im Februar binnen eines einzigen Handelstages mehr als ein Fünftel verloren und war bis März weiter gefallen. Seitdem ist das Papier wieder im Aufwind und nähert sich durch die aktuellen Gewinne dank des „Betaville“-Berichts wieder dem Niveau kurz vor dem Zatarra-Bericht an.

Wirecard hatte damals die Zatarra-Vorwürfe zurückgewiesen und auch Marktexperten vermuteten eine gezielte Attacke von sogenannten Short-Sellern, also Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten. Dazu werden Aktien ausgeliehen und sofort wieder verkauft – in der Hoffnung, die Anteile später billiger zurückkaufen zu können, wenn die Papiere bei den Verleihern zurückgegeben werden müssen. Die Differenz ist dann der Gewinn.

Nach den Offerten aus China für den Spezialmaschinenbauer Aixtron und den Roboterhersteller Kuka könne ein Interesse an Wirecard aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Experte. Das Unternehmen sei ein interessantes Übernahmeziel – vor allem, da die Papiere nach den Zatarra-Anschuldigungen noch mit einem Abschlag gehandelt werden.

Die grundsätzliche Möglichkeit eines Einstiegs sieht auch Andreas Lipkow vom Berliner Vermögensverwalter Kliegel & Hafner: Nach den Kursverlusten aufgrund kritischer Berichte sei die Aktie vergleichsweise günstig, sagte der Händler. „Da machen mögliche Beteiligungskäufe natürlich Sinn.“ Eine Komplettübernahme hält er aus wettbewerbsrechtlicher Sicht aber für sehr unwahrscheinlich.

 Quelle: focus.de

Dieses CETA-Gutachten bereitet Bürgermeistern schlaflose Nächte

Ein monatelang unveröffentlicht gebliebenes Gutachten über das EU-Kanada-Abkommen CETA schockiert Kommunen und Bundesländer. Lange Zeit dachten viele Kommunal- und Landespolitiker, CETA sei für sie ohne Belang. Weit gefehlt! CETA kann für die öffentliche Daseinsvorsorge, für zahlreiche Stadtwerke, Krankenhäuser und Landesbetriebe massive Folgen haben.

CETA gefährdet die öffentliche Daseinsvorsorge. Animierte Grafik: Sascha Collet/Zitrusblau

Weit mehr als nur Handel – alles wird dem Marktprinzip unterworfen

CETA steht für eine neue Generation von “Handels”-Abkommen. Neu ist der Anspruch, fast jedwede Aktivität den Liberalisierungspflichten zu unterwerfen. Es geht nicht nur um den klassischen Handel mit Gütern – sondern zum Beispiel auch Kultur, Bildung, Verkehr, Gesundheit, Friedhöfe – all das sind “Dienstleistungen”, und die könnte man liberalisieren. Die Ausnahmen kommen auf eine “Negativliste”, daher heißt das Fachwort für diese übergriffige Form der Liberalisierung “Negativlistenansatz”. Dieser Ansatz ist bei CETA zum ersten Mal in einem fertigen Abkommen verwirklicht.

Lecks im Schiff der kommunalen Selbstverwaltung und Demokratie

CETA schlägt zahlreiche Lecks in das Schiff, das den Namen Demokratie und kommunale Selbstverwaltung trägt. Denn alles was die Länder und Kommunen tun, muss dann konform gehen mit den Liberalisierungsverpflichtungen in CETA.

Aber halt, sagen uns die EU-Kommission, beruhigen uns Sigmar Gabriel (SPD) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Wir haben doch Ausnahmen von der Liberalisierung in das Abkommen reingeschrieben. So schrieb das Wirtschaftsministerium an ver.di:

„Die Bundesregierung achtet darauf, dass weder das TTIP-Abkommen noch CETA oder andere Handelsabkommen der EU die Entscheidungs- und Regelungsbefugnisse der Kommunen in Deutschland in Frage stellen. Im CETA-Abkommen ist dies auch abgesichert. Gleiches soll im TTIP-Abkommen geschehen, das noch nicht vorliegt.“

„Bewahren Sie Ruhe“, sagen uns also Merkel und Gabriel, es ist alles durch „Vorbehalte“ abgesichert.

Ein Gutachten für Winfried Kretschmann

Doch Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, wollte es sich nicht leicht machen und einfach nur glauben, was die TTIP-Kritiker so schreiben. Daher hat sein Staatsministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben, bei Professor Dr. Martin Nettesheim, einem renommierten Lehrstuhlinhaber für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht und Völkerrecht der Universität Tübingen und wahrlich kein TTIP-Kritiker. Nettesheims Aufgabe: Die Auswirkungen von CETA auf den politischen Gestaltungsspielraum von Ländern und Gemeinden zu untersuchen.

Was Nettesheim dann herausfand, hat es in sich. Denn: Der Schutz der kommunalen Daseinsvorsorge ist alles andere als wasserdicht. Die Ausnahmen, die die EU und Deutschland in das Abkommen hineingeschrieben sind, lassen jede Menge Unklarheiten.

Musste darum sein Gutachten vor der Landtagswahl erst einmal eine Weile in der Schublade liegen, und wurde erst nach der Wahl veröffentlicht? Die Veröffentlichung erfolgte rein zufällig kurz nachdem Mehr Demokratie e.V. eine Anfrage auf Herausgabe des Gutachtens über das neue Informationsfreiheitsgesetz gestellt hatte.

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(Grafik: Ausriß Titelblatt Nettesheim-Gutachten)

CETA betrifft alle: Bund, Länder und Kommunen

“Das Abkommen richtet sich grundsätzlich an alle Ebenen des staatlichen Aufbaus” (Nettesheim S.8), das heißt Bund, Länder und Kommunen. Und Nettesheim führt aus, dass CETA sie sofort bindet: Das Abkommen ist unmittelbar verpflichtendes Recht. „Die sich aus CETA ergebenden Bindungen müssen daher von den Ländern und Gemeinden beachtet werden.” (Nettesheim S.10).

CETA: Nicht nur ein Handelsabkommen – alle Sektoren des Wirtschaftslebens werden erfasst

Das CETA-Abkommen geht viel weiter als herkömmliche Handelsabkommen: Nettesheim schreibt, CETA ziele auf eine tiefgreifende und breite Öffnung der Wirtschaftsordnungen der Vertragspartner ab. Das “geht deutlich über das in herkömmlichen Freihandelsabkommen vorgesehene Niveau hinaus. Insbesondere werden nicht nur Hindernisse und Beschränkungen „an der Grenze“, also im Bereich der Zölle und handelspolitischen Maßnahmen, erfasst. Das Abkommen zielt auch darauf ab, mitgliedstaatliche Maßnahmen „hinter der Grenze“ einem Regime zu unterwerfen“ (S.6). Das Abkommen erstrecke sich auf alle Sektoren des Wirtschaftslebens – und der Begriff der Investition sei in CETA „weitgefasst” (S.11).

Unumkehrbar: Der universale Markt als Endziel der Geschichte

Dem Versuch und Irrtum demokratisch verfasster Politik wird mit CETA eine eindeutige Richtung verliehen: „Liberalisierungsschritte können auch nicht wieder rückgängig gemacht werden (…). Damit sind Rekommunalisierungen (…) fühlbare Grenzen gesetzt” (Nettesheim S.13). Das Lernen aus möglicherweise schlechten Erfahrungen wird unmöglich gemacht. In einer Zeit, in der moderne Ökonomen immer bescheidener werden, immer stärker auf Versuch und Irrtum als Entdeckungsverfahren auch für gute Politik setzen, glauben die Macher von CETA dank höherer Einsicht zu wissen, wohin die Reise gehen soll: Richtung Markt und Wettbewerb – die marktkonforme Demokratie.

Markt geht vor Regulierung

In der CETA-Präambel wird ein “right to regulate”, ein Recht staatlicher Stellen auf Regulierung festgehalten. Hoffnung keimt auf: Gilt doch das “Primat der Politik” über den Markt? Doch zu früh gefreut, denn Nettesheim warnt: “Diese Klauseln sind aber nicht unmittelbar operativ. Zudem sind sie inhaltlich sehr unscharf. Ihr Wert darf daher nicht überschätzt werden. (…) Als eigenständige Grundlage für die Herleitung von Freiräumen der Vertragsparteien – gar gegen ausdrückliche Verpflichtungen im operativen Teil – dienen sie nicht“ (Nettesheim, S.9).

Dort wo es wichtig wäre, im operativen Teil “enthält CETA keinen allgemeinen Vorbehalt hinsichtlich gemeinwohlförderlicher Normgebung. Dies gilt nicht zuletzt für den Bereich des Umwelt- und Verbraucherschutzes. (…) Das „right to regulate“ kann daher nur innerhalb der Liberalisierungsstrukturen von CETA wahrgenommen werden“ (Nettesheim, S.9).

Kurzum: Die Präambel enthält schöne Worte zum “Recht auf Regulierung”, zum Umwelt- und Verbraucherschutz – aber im Streitfall muss dieses Recht hinter den Liberalisierungspflichten zurückstehen. Markt geht vor Politik.

Kommunale Daseinsvorsorge ohne Schutz

Die kommunale Daseinsvorsorge ist für den Alltag der Bürger elementar. Denn dazu zählen unter anderem Nahverkehr, Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, Müllabfuhr und Abwasserbeseitigung, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe, Bäder. Oft wird die Daseinsvorsorge von Betrieben in der Hand oder im Auftrag der Kommunen wahrgenommen.

Professor Nettesheim schreibt dazu in seinem Gutachten:CETA stellt den Bereich der (…) Daseinsvorsorge nicht umfassend frei” (S. 22). Die Aufzählung der ausgenommenen Sektoren schirme den Bereich der Erbringung von Leistungen der Daseinsvorsorge in den Ländern und Gemeinden nicht umfassend ab (S. 17). Insbesondere sind Unternehmen der öffentlichen Hand wie Stadtwerke gefährdet, wenn über sie Einnahmen zur Quersubventionierung anderer öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder erzielt werden.

Nettesheims Fazit: “Der von CETA gewählte Regelungsansatz bringt es mit sich, dass selbst der unmittelbare und enge Bereich der Erbringung von Leistungen unter Einsatz von Hoheitsgewalt nicht eindeutig freigestellt ist. Der Preis könnte eine Erschwerung der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen im Kernbereich der Aufgabenzuständigkeit der Länder und Gemeinden sein.”

Kultur: eine schallende Ohrfeige für die Verhandler

Nettesheim hält fest, die EU unterwerfe den Bereich der Kultur grundsätzlich der Disziplin von CETA”. (S.29). “Dies schränkt die Freiheit der Länder und Gemeinden, (…) kulturpolitische Ziele zu verfolgen, nicht unerheblich ein” (S.30), vermerkt der Tübinger Professor und er verteilt dann gleich auch noch eine schallende Ohrfeige:

“Auch hier fällt auf, dass sich die Verhandlungspartner von CETA nicht darum bemüht haben, dem Bereich der Kultur einen eigenständigen und angemessenen Raum zu verschaffen. (…) Diese Auslassung ist insbesondere deshalb auffällig, weil die Präambel dem Bereich der Kultur angemessene Berücksichtigung schenkt. Man kann sich des Eindrucks nicht ganz verschließen, dass zwischen der Programmatik der Präambel und den konkreten operativen Bestimmungen bewusst eine Differenz geschaffen wurde.” (S. 31).

Wieder einmal: Schöne Worte zu Beruhigung der Öffentlichkeit – aber wo es ernst wird, keine verlässlichen Schutzbestimmungen. Kein Wunder, dass der Deutsche Kulturrat zu den entschiedensten Gegnern von CETA gehört.

Investitionsschutz: Unbestimmte Begriffe, die von einem “Handelskomitee” ausgelegt werden

CETA gewährt Investoren aus Kanada den Anspruch auf “faire und gerechte Behandlung” – ein sehr vager, auslegungsbedürftiger Begriff -, und ermöglicht es, diesen Anspruch vor einem Investitions-Schiedsgericht durchzusetzen. Ein mächtiges Instrument. Nettesheim kritisiert, dass dieser unbestimmte Begriff von einem Handelskomitee ausgelegt werden könne, ohne dass Parlamente gefragt werden oder zustimmen müssten (S.19). Damit bekommt ein mit Beamten besetztes Komitee quasi-gesetzgeberische Funktion.

Änderungsvorschläge wurden nicht umgesetzt

Nettesheim ist kein prinzipieller Gegner von CETA. Er hat daher in der Zusammenfassung eine Vielzahl von konkreten Textvorschlägen gemacht, wie die gefährlichen Unklarheiten, die unsere politischen Handlungsspielräume gefährden, beseitigt werden können. Doch keiner diese Vorschläge wurde im finalen CETA-Text umgesetzt. Die Kritik von Professor Nettesheim bleibt also bestehen: CETA enthält gefährlich viele Unklarheiten, die die demokratische Gestaltungsfreiheit von Ländern und Kommunen gefährden.

CETA: Auf Kollisionskurs mit der Demokratie

EU-Kommissarin Malmström, Wirtschaftsminister Gabriel und Kanzlerin Merkel ignorieren die Kritik von Nettesheim. Es ist klar: Sie wollen CETA auf Biegen und Brechen durchsetzen. Denn CETA ist das erste in einer ganzen Reihe von sogenannten Feihandelsabkommen der EU-Kommission. Daher steht weit mehr auf dem Spiel als “nur” ein Abkommen mit Kanada. Es geht um den Missbrauch der Handelspolitik als Brechstange gegen unsere Demokratie.
Es hängt an uns, ihnen nun so viel Druck zu machen, dass sie mit CETA nicht durchkommen.

Hilf mit CETA zu stoppen:


Hintergrund zu CETA: 5 Jahre im Geheimen verhandelt

CETA wurde von 2009 bis 2014 auf der Basis eines geheimen Mandats im Geheimen verhandelt. 1500 Seiten ist das Abkommen nun stark, in einer Handelsjuristensprache, die auch für Abgeordnete schwer verständlich ist. Der fertige Entwurf wurde im Herbst 2014 von der EU-Kommission öffentlich gemacht mit dem Hinweis, nun könne nichts mehr geändert werden. Seitdem sind nach massivem Druck nur die Klauseln über die Investor-Staats-Klagen (ISDS) etwas modifiziert worden, alles andere ist unverändert.

Wie oben gezeigt wurde, greift CETA sehr direkt, sehr weitreichend und praktisch irreversibel in unsere demokratischen Gestaltungsspielräume auf allen politischen Ebenen ein. Fast wie eine Wirtschaftsverfassung. Doch es gab niemals einen Diskussionsprozess, der diesen umfassenden Einschränkungen unserer demokratischen Gestaltungsfreiheit gerecht würde. Dennoch soll es nach dem Willen der EU-Kommission im Herbst diesen Jahres unterzeichnet und nach Absegnung auf EU-Ebene „vorläufig“ in Kraft gesetzt werden, noch bevor Bund und Länder – deren Kompetenzen beschnitten werden sollen – in Bundestag und Bundesrat darüber entschieden haben.